Ben James von Robert Frank

Posted on 21. Mai 2010

0


Über Bilder zu sprechen, die von anerkannten Größen der Fotografie aufgenommen worden sind, ist riskant. Nein, eigentlich kann man sich dabei nur die Finger verbrennen. Weil über diese Arbeiten schon alles gesagt worden ist, weil sie schon ungezählte Male zerlegt, seziert, analysiert und interpretiert worden sind.

Andererseits ist das eine ziemlich bescheuerte Auffassung. Dürfte man sich dann jemals über zu einem Picasso äußern? Über die Stones diskutieren? Oder die Beatles? (Wie ich diese Grabenkämpfe liebe.)

Also: Diese Aufnahme, die Robert Frank in den 50er Jahren von Ben James gemacht hat, ist großartig.

Die Aufnahme ist großartig, weil sie bei der erstmaligen Betrachtung eine optische Herausforderung ist, fast schon ein visuelles Rätsel aufgibt. Weil sie das Objekt, um das sich alles dreht, absolut gekonnt in Szene setzt. Weil sie so vieles über den sozialen Hintergrund der dargestellten Person erzählt. Weil sie ohne jeglichen inszenatorischen Firlefanz auskommt. Weil sie authetisch ist.

Advertisements
Posted in: Bildvorstellung