Wider die bösen Geister

Posted on 24. August 2010

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„Sünden und böse Geister scheuen das Licht“, wenn man Friedrich Schiller Glauben schenken darf. Demnach müssen wir, die wir mit unserer Kamera jedem noch so bescheidenen Lichtstrahl hinterherjagen, wohl fraglos die Guten sein. ;)

Einer, der dem Licht nicht nur in der Realität, sondern auch noch in den Fotografien anderer nachspürt, ist Ted Sabarese. Auf seinem Tumblr Blog Guess The Lighting präsentiert er einzelne Aufnahmen von Fotografen-Kollegen, und für jede Aufnahme wagt er eine Einschätzung, unter welchen beleuchtungstechnischen Bedingungen sie seiner Meinung nach entstanden ist – sprich welche (künstlichen) Lichter mit welchen Einstellungen wie auf das Motiv gerichtet waren, als der Fotograf den Auslöser gedrückt hat. Dass er seine Einschätzungen mittels einfacher grafischer Skizzen illustriert, ist der Verständlichkeit natürlich nur dienlich.

Ungeachtet der Tatsache, dass die Einschätzungen von Ted Sabrese auf reinen Vermutungen basieren und (bislang) nicht von den betroffenen Fotografen bestätigt worden sind, finde ich die Idee großartig. Weil sie zum Nachdenken anregt – zum Nachdenken darüber, wie mit Licht komponiert werden kann, wie sich mit Licht Schwerpunkte setzen und Stimmungen erzeugen lassen. Und weil sie vielleicht auch noch mich dazu bringt, beim Fotografieren künstliches Licht einzusetzen. ;))

PS. Wie’s der Zufall will, gibt’s auf Guess The Lighting auch das Licht-Setup für jenes Bild von Clint Eastwood, das ich vor geraumer Zeit mal hier vorgestellt hatte…


Copyright Achim Lippoth

Copyright Ted Sabarese

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